Landrat und Agrarfachleute zu Stippvisite in namhaften Irfersgrüner Schlachtbetrieb
Markus Blömer, Inhaber des gleichnamigen Schlachtbetriebes in Irfersgrün bei Lengenfeld, gehört heute zu einem der wenigen noch existierenden Schlachtunternehmen in der Region, die sich sowohl der Schlachtung von Rindern und Schweinen, aber auch Pferden und Wildtieren widmen.
Das Drei-Mann-Familienunternehmen, dessen Gründungstage im Jahr 2013 liegen, verfügt über die Einordnung als EU-Schlachtbetrieb und wickelt wöchentlich die Schlachtung von ca. 50 Schweinen und zehn Rindern ab. Hinzu kommt die so genannte teilmobile Schlachtung, welche vielerorts auch als Weideschlachtung bekannt ist.
„Wir sind momentan der einzige Betrieb, der die Pferdeschlachtung im Programm hat“, gibt Markus Blömer gegenüber der interessierten Schar an Landwirten, die den Landrat begleiteten, zu bedenken.
Armin Döhler, ehemaliger Chef des Staatlichen Landwirtschaftsamtes in Plauen, kennt den Betrieb schon seit dessen Gründung. „Markus Blömer ist ein unheimlich tüchtiger und jederzeit zugängiger Fachmann, wenn es um die Schlachtung geht. Wir sind wirklich froh, ihn hier in der Region zu haben.“
Dieser wiederum lacht und gibt zu: „Es ist alles hier Stück für Stück und aus der täglichen Arbeit heraus entstanden. Meine zwei extrem fleißigen Angestellten und hin und wieder mein helfender Vater, gehören zu dem Erfolgsgeheimnis des Unternehmens.“ Dieses wiederum hat sich seinen Ruf bis hinter die Region Dresden – von hier kommen beispielsweise lebende Longhorn-Rinder zur Schlachtung ins Vogtland - und Nordbayern auch hart erarbeitet. So dürfen die Schlachtzeiten von der Tötung bis zur Verarbeitung nicht länger als eine Stunde dauern. Zwischendurch muss der Betrieb ständig gereinigt werden. Das sorge natürlich für reichlich Druck bei der täglichen Schlachtplanung.
Im Übrigen gehört Markus Blömer auch zur sogenannten Seuchentötungsgruppe, die im Ernstfall vom Lebensmittelüberwachungsamt einberufen wird.