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Treffen am BSZ Reichenbach: Entwicklungen, Herausforderungen und Schwierigkeiten im Bereich der agrarfachlichen Ausbildung

Eine der guten Nachrichten zuerst: das Reichenbacher Berufsschulzentrum für Agrar und Technik kann trotz schwieriger demografischer Situation der Region eine stabile Zweizügigkeit bei den Ausbildungsklassen vorweisen. Darüber informierte Tasso Börner, Schulleiter der Einrichtung, vor wenigen Tagen bei einem Besuch des Landrates und Mitgliedern der Landunion Sachsen.

Die über 300 Schüler und 33 Lehrkräfte des Reichenbacher Schulteiles des BSZ sandten denn auch eine kleine Delegation, die die Politikergruppe im Rahmen einer gemeinsamen Diskussionsrunde über die derzeitigen Entwicklungen, Herausforderungen und auch Schwierigkeiten im Bereich der agrarseitigen Ausbildung informierten.
Spürbar: Lehrkräfte und Azubis liegen atmosphärisch, aber auch ansichtsseitig, auf einer Linie. Genau diese Linie betrifft die hohe Qualität der Ausbildung, die Nachfrage nach hochqualifizierten Fachkräften in den sächsischen Agrarbetrieben bei gleichzeitiger Problematik der vergleichweise niedrigen Bezahlung eben dieser technisch hochgradig ausgebildeten Mitarbeiter in der Landwirtschaft.
Nicht nur der immer stärker wachsende „Gesetzes- und Anforderungsberg“ in der EU sondern auch die vielfach zu spürende Abnahme des ideellen Wertes der produzierten Nahrungsmittel standen dabei im Mittelpunkt des Gespräches. Die neue EU-Ökoverordnung und immer neue Zuchtmethoden fordern von Landwirten und Mitarbeitern der Agrarbetriebe ein zusätzliches Maß an Bereitschaft mehr als nur in 40-Stunden-Wochen zu denken. Dass sich trotzdem alle Azubis und auch die Lehrkräfte für diese Ausbildung aussprachen, beweist, dass ein Umdenken in der Politik, aber auch der verarbeitenden Industrie nach wie vor möglich erscheint. „Wir geben die Hoffnung nicht auf“, lächelte eine Auszubildende. Landrat Thomas Hennig darauf: „Ihr bekommt jede Unterstützung, die mir als Landrat möglich ist, das könnt ihr mir abnehmen. Wir brauchen Euch heute und in der Zukunft.“


24.11.2025