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Bio-Öl aus dem Vogtland: Landrat besucht Bioprodukte Vogtland GmbH

"Wie Sie hören: Ich stamme nicht von hier. Aber das Vogtland habe ich dennoch fest ins Herz geschlossen", sagt Berthold Dreher. Es stimmt, sein Dialekt spricht Bände – er ist Schwabe. Doch wirtschaftlich ist er tatsächlich seit Jahren in unserer Region verwurzelt. Denn er ist Geschäftsführer der Dreher Bio GmbH, der größten Anteilseignerin an der Bioprodukte Vogtland GmbH. Noch nie gehört? Aber mit Sicherheit geschmeckt. Denn dort, am Rande von Großfriesen, wird Bio-Speiseöl produziert. Große Marken, darunter auch Demeter, beziehen ihre Sonnenblumen- oder Rapsöle aus dem Vogtland. "Das sind unsere großen Verkaufsschlager", so Dreher zu Landrat Thomas Hennig, der sich die Firma in der Nähe von Plauen einmal genauer angesehen hat.

"Zu meiner Schande muss ich gestehen, ich war noch nie hier", scherzt der Landrat, der in der Vergangenheit bereits zahlreiche lokale Unternehmen besucht hat. Sein Ziel: Die Stimmung der vogtländischen Wirtschaft erfassen und vor Ort nach möglichen Lösungen für bestehende Probleme suchen. Ein Einblick in die Produktionsabläufe darf da nicht fehlen.

Gemeinsam mit Dreher und Geschäftsführer Hartmut Schleicher begab er sich in diesen Tagen also auf einen Rundgang durch die Mühle. Ein Großteil der Technik hier ist brandneu, vieles soll neu entstehen. Beladeflächen für die Lkw, mehr Lagermöglichkeiten, vielleicht eine Wohnung für den Werksleiter sind geplant.

Doch von einer Ölpresse wollte man sich nicht so einfach trennen. "Eine Presse von 1992 haben wir beibehalten. Sie läuft noch heute hervorragend", so Dreher.

Neben Speiseöl werden in Großfriesen auch sogenannte Futterkuchen hergestellt. Sie werden als eiweißhaltige Nahrungsquelle für viele Tiere eingesetzt. Auch diese werden stark nachgefragt.

24.11.2025