Gemeinsam eins - Eine Heimat wächst zusammen
Am 1. Januar 1996 begann ein neues Kapitel für das sächsische Vogtland. Es vereinigten sich die bis dahin bestehenden Landkreise Auerbach, Klingenthal, Oelsnitz, Reichenbach und Plauen zum Vogtlandkreis, der zu diesem Zeitpunkt der flächenmäßig größte Kreis des Freistaates Sachsen war.
Damit entstand die Grundlage für eine moderne Verwaltung, die heute im 2017 eröffneten Hauptgebäude des Landratsamtes des Vogtlandkreises am Postplatz in Plauen ihre Heimat findet.
Als Sitz des neuen Kreises wurde bereits 1996 bewusst die Stadt Plauen als geographisches und historisches Zentrum der Region gewählt. 2008 wurde diese dann Teil des Vogtlandkreises. Sie besitzt – wie auch die anderen früheren Kreisstätte – heute den Status “große Kreisstadt“.
Bei seiner Gründung erhielt der Vogtlandkreis auch ein kleines, aber deutlich sichtbares Zeichen seiner Identität: das Kfz-Kennzeichen „V“ – auch dies eine Einmaligkeit für einen Landkreis in Deutschland, denn die Verwendung nur eines Buchstabens im Kennzeichen bleibt eigentlich nur Städten und der Bundeswehr vorbehalten. Seitdem begleitet das „V“ nun die Menschen auf ihren täglichen Wegen, ist Hinweis auf die geographische Herkunft und gleichzeitig ein Symbol für die Zusammengehörigkeit, egal ob auf dem Land oder in der Stadt.
Überblickt man die Geschichte des Vogtlandkreises und seiner Regionen in den letzten 30 Jahren, so fallen jedem bestimmt viele Meilensteine ein. Nur eine Auswahl sei hier genannt:
Bereits 1996 konnte man in Markneukirchen den ersten „Tag der Vogtländer“ erleben, dem inzwischen regelmäßig weitere in allen Gegenden des Vogtlandes folgten – ausgelassen, gesellig und traditionsbewusst ging und geht es da immer zu.
Dynamisch kann man die bauliche Entwicklung an der Bundesautobahn 72 bezeichnen – in den vergangenen drei Jahrzenten wurde sie mit ihren prosperierenden Gewerbegebieten eine pulsierende Lebensader der vogtländischen Wirtschaft. Hier entstand im Jahr 2002 – um bei einem Beispiel zu bleiben – auf der „Goldene Höhe“ in Treuen ein großer Standort der Firma Magnetto Automotive Deutschland. Und blickt am auf den traditionellen vogtländischen Musikinstrumentenbau – der weltweite Anerkennung genießt – dann sollte hervorgehoben werden, dass er 2014 zum immateriellen Kulturerbe Deutschlands erhoben wurde.
Das Vogtland besitzt auch eine erfolgreiche Geschichte im Bereich der Kurbäder und Krankenhäuser und so verwundert es wohl kaum, dass das Klinikum Obergöltzsch Rodewisch 2005 zum zertifizierten Brustzentrum wurde.
Ein Jahr später – 2006 – feierte der Sport in der Region einen Höhepunkt, in Klingenthal konnte die Vogtland Arena eröffnet werden, und 2009 war in Reichenbach im Vogtland die Landesgartenschau zu Gast. Die Gründung eines gemeinsamen Tourismusverbandes für das sächsische und thüringische Vogtland im Jahr 2015 zeigt das Bestreben, den Vogtlandkreis und seine Nachbarregionen zusammen weiter zu entwickeln.
30 Jahre Vogtlandkreis – die kleine Auswahl lässt es erahnen – stehen für drei Jahrzehnte gemeinsamer Verantwortung, gewachsener Zusammenarbeit und gelebten Zusammenhalts in einer Zeit großer Veränderungen und Herausforderungen.
Es ist die Geschichte eines Landkreises, der von seinen Städten, Gemeinden und den Menschen vor Ort getragen wird – von Ehrenamt, Engagement und einem starken Miteinander.