»Der lange Weg zur Freiheit« - Buchlesung mit Klaus-Dieter Kunick

Die Gleichstellungsbeauftragte des Vogtlandkreises Anett Gräf und der Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Plauen Lars Buchmann laden gemeinsam zu einer Lesung mit Klaus-Dieter Kunick ein. Es geht um Frauen- und Männerschicksale im Kontext der »Wende« ... und um die Bewahrung und Aufarbeitung der Geschichte, die bis heute nicht wirklich stattgefunden hat.

Datum:

15.03.2024

Uhrzeit:

17:00 bis 19:00 Uhr

Ort:

Quartier 30

Ortschaft:

Plauen

Region:

Vogtlandkreis

Preis:

kostenfrei

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Ein Leseabend über Frauen- und Männerschicksale im Kontext der „Wende“

Insgesamt 30 Frauen und Männer aus Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und aus Mecklenburg-Vorpommern schildern in dem Buch „Der lange Weg zur Freiheit“, wie sie die friedliche Revolution in der DDR erlebten und wie sie heute darüber denken.
... beispielsweise Ramona (61, Sachsen-Anhalt) sie führte über viele Jahre erfolgreich ein mittelständisches Wirtschaftsunternehmen, wurde aber am Ende aus der Firma gemobbt. Elke (59, Sachsen) ist Kindergarten-Erzieherin in Dresden. Sie sehnte sich nach der Freiheit, muss aber nach der Wende feststellen, dass sie beruflich angeblich alles falsch gemacht hat. Elke muss umdenken, doch damit kommt sie nicht klar. Christine (59, Sachsen-Anhalt) erlebt die sieben schönsten Jahre ihres Lebens in der DDR. 1991 bedroht sie ihr Lebensgefährte mit einer Waffe - Christine flüchtet in ein Frauenhaus. Bärbel (64, Thüringen) kann den Hungerstreik der 42 Kalikumpel in Bischofferode nicht vergessen. Bischofferode steht als Synonym, was im Zuge der Privatisierung jener Jahre falsch gelaufen ist. Ingrid (80, Thüringen) erinnert an ihren Vater: Er wurde zu drei Jahren Haft verurteilt. Hildegard (55, Sachsen-Anhalt) lernte einst Fleischfachverkäuferin. Jahre später leitet sie eine große Handelskette. Für Astrid (56, Sachsen-Anhalt) ist die gesellschaftliche Wende eine Enttäuschung - sie wünscht sich die DDR zurück. 
... beispielsweise ein Kfz-Mechaniker, er arbeitete bis 1989 in der eigenen Robur-Werkstatt, nach 1990 in 14 verschiedenen Ländern. Ein Lehrer kritisierte einst die SED, heute die Bildungslandschaft im Kapitalismus und in einem anderen Kapitel schildert ein Jugenddiakon, wie er von der Stasi bespitzelt und 1983 zu drei Jahren Haft verurteilt wurde. Diese trat er jedoch nicht an, denn er wurde umgehend in den Westen abgeschoben, kehrte aber im November 1989 sofort nach Halle zurück.

Das Buch zeichnet in 30 Einzelbeiträgen 30 Porträts. Dieser bunte Querschnitt ergibt am Ende ein interessantes Bild - es geht um die Bewahrung und Aufarbeitung der Geschichte beim Übergang vom Sozialismus hin zum Kapitalismus, eine Aufarbeitung, die bis jetzt nicht im genügenden Maße stattgefunden hat.

am Freitag, 15. März 2024, von 17:00 - ca. 19:00 Uhr im Quartier30, Bahnhofstrasse 30, 08523 Plauen

Bei Interesse melden Sie sich bitte telefonisch oder per E-Mail bis zum 11. März 2024 an bei:
Anett Gräf, Tel.: 03741 300 1064 E-Mail: graef.anett@vogtlandkreis.de