Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest in Sachsen

Information zum aktuellen Stand der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei Wildschweinen

Nachdem am 10. September 2020 die ASP bei Wildschweinen in Brandenburg amtlich festgestellt wurde, hat die Seuche nun am 31.Oktober 2020 sächsischen Boden erreicht und damit Ihren Weg, der im Jahr 2007 an der afrikanischen Ostküste begann und Fahrt in Richtung Mitteleuropa über Georgien, Armenien, Aserbaidshan, den europäischen Teil der Russischen Föderation, das Baltikum und Polen  aufgenommen hat, fortgesetzt.

Im Landkreis Görlitz wurde bei einem gesund erlegten Wildschwein das Virus der ASP nachgewiesen. Das Landratsamt Görlitz hat zusammen mit dem Tierseuchenkrisenstab des Landes innerhalb einer Sachverständigengruppe das „Gefährdete Gebiet“ und die „Pufferzone“ festgelegt. In diesen Restriktionszonen gelten gesonderte Vorschriften.

Somit ist diese für Haus- und Wildschweine hochgefährliche Tierseuche nun auch in Deutschland angekommen. Sie wird direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände und Futter übertragen. Das Virus ist bei niedrigen Temperaturen hochresistent und kann bis zu sechs Monate in ungekochten Produkten aus Schweinefleisch überleben. Die Krankheit ist für den Menschen ungefährlich! Es besteht jedoch eine Ansteckungsgefahr für Haus- und Wildschweine durch kontaminierte, weggeworfene Speisereste. So kann ein unachtsam weggeworfenes Wursbrötchen ausreichen, um die Krankheit zu verbreiten.

Das Risiko einer Weiterverbreitung ins Landesinnere und damit auch in den Vogtlandkreis ist sehr hoch.

Wir rufen daher alle Schweinhalter auf, ihre Biosicherheitsmaßnahmen zu überprüfen und notfalls zu ergänzen