Bildung und Teilhabe

"Nicht die Schule ist die beste, in welcher die Kinder die meisten Kenntnisse empfangen, sondern diejenige, in welcher die Kinder auf dem Wege der Selbsttätigkeit sich ihre Bildung erarbeiten."

Karl Kehr (1830 - 1885), deutscher Lehrer und pädagogischer Schriftsteller

Lässt es Ihre finanzielle Situation nicht zu, dass Ihr Kind  einen Sportverein besucht, Unterrricht in der Musikschule nimmt, eine Lernförderung erhält, am gemeinsamen Mittagessen in der Schule teilnimmt oder bei Schulausflügen dabei sein kann, dann haben Sie die Möglichkeit, wenn Ihr Kind

  • unter 25 Jahre alt ist,
  • Sie Arbeitslosengeld II,
  • Sozialhilfe,
  • Wohngeld,
  • Kindergeldzuschlag oder
  • Asylbewerberleistungen erhalten,

Unterstützungsleistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket zu  beantragen.

Ziel des Bildungs- und Teilhabepaketes ist es, den Kindern und Jugendlichen aus Familien mit geringem Einkommen, die Möglichkeit zu eröffnen, gleichberechtigt Angebote in Schule und Freizeit wahrzunehmen.

Zum 01.08.2019 treten die Änderungen des sogenannten Starke-Familien-Gesetzes in Kraft. Damit werden die Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket verbessert:

  • Das Schulstarterpaket steigt von 100 Euro auf 150 Euro. Die Auszahlung erfolgt wie bisher in 2 Teilbeträgen von 100 Euro zu Beginn des 1. Schulhalbjahres im August und in Höhe von weiteren 50 Euro zu Beginn  des zweiten Schulhalbjahres im Februar.
  • Der Eigenanteil von je 1,- Euro für das gemeinsame Mittagessen in Kita und Schule entfällt.
  • Der Höchstbetrag für die Teilhabeleistungen am sozialen und kulturellen Leben steigt von derzeit 10 Euro auf max. 15 Euro monatlich.


WICHTIG! Die Änderungen ab 01.08.2019 werden von Amts wegen berücksichtigt. Besteht Anspruch auf höhere Leistungen werden diese automatisch ausgezahlt, auch wenn Sie keinen Änderungsbescheid erhalten haben. Bereits ausgestellte Gutscheine behalten weiter Ihre Gültigkeit. Die Anbieter der Mittagsverpflegung in Schulen und Kitas, Vereine und Musikschulen werden informiert. Sie brauchen daher keine Abänderungs- oder Überprüfungsanträge zu stellen."