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Bundesweiter Warntag am 10. September: Vogtlandkreis testet Warnsysteme

Datum: 03.09.2026

318 Sirenen lösen um 11 Uhr aus – Warninfrastruktur im Landkreis wird weiter ausgebaut

Am Donnerstag, 10. September 2026, findet der nächste Bundesweite Warntag statt. Auch der Vogtlandkreis beteiligt sich an dem gemeinsamen Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen. Um 11 Uhr werden bundesweit die verschiedenen Warnsysteme getestet. Dabei werden verschiedene Warnwege erprobt, darunter Radio und Fernsehen, Warn-Apps sowie Cell-Broadcast auf Mobiltelefonen. Im Vogtlandkreis werden zeitgleich insgesamt 318 Sirenen ausgelöst.

Diese Sirenensignale sind zu hören

Um 11 Uhr ertönt das Signal „Warnung vor einer Gefahr“. Dabei sind über einen Zeitraum von einer Minute sechs Töne von jeweils fünf Sekunden Dauer mit jeweils fünf Sekunden Pause zu hören.

Im Ernstfall bedeutet dieses Signal: Informieren Sie sich über die aktuelle Gefahrenlage und achten Sie auf weitere Durchsagen und Warnmeldungen, beispielsweise über Radio, Warn-Apps oder andere Informationskanäle.

Um 11:45 Uhr erfolgt die Entwarnung. Dafür ertönt ein einminütiger Dauerton. Parallel dazu wird auch über das Modulare Warnsystem des Bundes (MoWaS) entwarnt.

Sirenennetz im Vogtlandkreis wächst weiter

Der Vogtlandkreis entwickelt seine Warninfrastruktur kontinuierlich weiter. Derzeit werden die letzten Sirenenanlagen aus den bereits im vergangenen Jahr beauftragten Maßnahmen errichtet.

Nach Abschluss aller laufenden Maßnahmen sind bereits 120 Sirenen auf dem neuesten Stand der Technik und im landkreisweiten Warnkonzept integriert.

Im Rahmen des Sirenenkonzepts 2035 sollen noch in diesem Jahr die Ertüchtigung beziehungsweise Neuerrichtung weiterer 25 Standorte beauftragt werden. Die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen soll voraussichtlich im vierten Quartal 2026 beginnen und sich bis in das zweite Quartal 2027 erstrecken.

Warnung setzt auf mehrere Wege

Wie wichtig das Zusammenspiel unterschiedlicher Warnmittel ist, zeigen die Ergebnisse des vergangenen Bundesweiten Warntages. Nach Angaben des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wurden 2025 insgesamt 97 Prozent der Befragten über mindestens einen Warnkanal erreicht. Am häufigsten wurde Cell-Broadcast wahrgenommen. 73 Prozent der Befragten erhielten darüber die Probewarnung. Warnmeldungen über Warn-Apps wurden von 67 Prozent und Sirenensignale von 65 Prozent wahrgenommen. Bei den Sirenen waren es im Vorjahr noch 59 Prozent.

Der Bundesweite Warntag dient dazu, die verschiedenen Warnwege zu erproben und die Bevölkerung mit den Warnmitteln und Sirenensignalen vertraut zu machen. Seit 2020 findet der gemeinsame Aktionstag von Bund, Ländern und Kommunen in der Regel jährlich am zweiten Donnerstag im September statt.

Auch in diesem Jahr können Bürgerinnen und Bürger ihre Erfahrungen mit dem Warntag teilen. Die bundesweite Online-Umfrage wird am 10. September unter www.warntag-umfrage.de freigeschaltet.