Palliativfachtag 2026: Wenn Medizin allein nicht mehr reicht
Datum: 10.09.2026
Palliativversorgung setzt dort an, wo eine Heilung oft nicht mehr möglich ist und die Begleitung schwerkranker Menschen in den Vordergrund rückt. Beim jährlichen Palliativfachtag des Pflegenetzwerkes Vogtlandkreis in Kooperation mit Reha aktiv Chemnitz kamen am 9. September rund 100 Fachkräfte aus Pflege, Medizin und Hospizarbeit in Falkenstein zusammen. Veranstaltungsort war die Green Health Service gGmbH.
Markus Seibt vom Landesverband für Hospizarbeit und Palliativmedizin Sachsen gab einen Überblick über die Entwicklung der Hospiz- und Palliativversorgung im Freistaat und sprach über aktuelle Herausforderungen. Dabei ging es auch um die Frage, wie eine gute Versorgung schwerstkranker Menschen dauerhaft gesichert werden kann. Die Psychosoziale Tumorberatung des Vogtlandkreises stellte ihre Angebote für Betroffene und Angehörige vor.
Weitere Vorträge widmeten sich der Krebstherapie im palliativen Kontext und der Versorgung von Portsystemen. Auch die Belastungen der Menschen, die täglich schwerkranke und sterbende Patientinnen und Patienten begleiten, waren Thema. Stephanie Suhr-Meyer zeigte Möglichkeiten auf, wie Fachkräfte im Arbeitsalltag auf die eigene Gesundheit achten und mit schwierigen Situationen umgehen können.
Zum Abschluss sprach Dorothea Kromphardt über Humor in der Sterbebegleitung und darüber, wann er entlasten kann und wo seine Grenzen liegen. Damit nahm der Fachtag neben medizinischen und pflegerischen Fragen auch die persönliche Seite der Begleitung in den Blick.