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Wenn die Hubarbeitsbühne ausfällt: Straßenwärter proben die Selbstrettung

Datum: 29.10.2026

In mehreren Metern Höhe plötzlich auf sich allein gestellt: Wenn eine Hubarbeitsbühne ausfällt und eine Rettung vom Boden aus nicht möglich ist, müssen die Straßenwärter des Vogtlandkreises wissen, wie sie sich selbst in Sicherheit bringen können. Genau das stand bei ihrer jährlichen Sicherheitsunterweisung auf dem Programm. Mit Sicherheitsgurt und einem speziellen Rettungsgerät ließen sich die Mitarbeiter kontrolliert am Seil zu Boden. Das Gerät bremst den Abstieg automatisch.

Zur Schulung gehörte auch der richtige Umgang mit der persönlichen Schutzausrüstung gegen Absturz. Die Teilnehmer beschäftigten sich mit den Anforderungen an Sicherheitsgurte, Karabiner und Verbindungselemente. Sie lernten, wie die Ausrüstung vor jedem Einsatz auf Schäden und ihre Funktion überprüft werden muss. Die jährliche Unterweisung einschließlich praktischer Rettungsübungen ist für Beschäftigte, die entsprechende Absturzsicherungen benötigen, vorgeschrieben.

Wie wichtig solche Kenntnisse sind, zeigt der Arbeitsalltag der Straßenwärter. Bei Wind und Wetter kümmern sie sich um rund 1.200 Kilometer Straßen im Vogtlandkreis. Dazu kommen die regelmäßige Kontrolle und Pflege von etwa 39.000 Bäumen. Besonders zwischen Oktober und Ende Februar stehen zahlreiche Baumpflegearbeiten an. Dabei kommen auch Hubarbeitsbühnen zum Einsatz, häufig direkt neben dem fließenden Verkehr. Da eine vollständige Straßensperrung nicht immer möglich ist, müssen die Mitarbeiter besonders aufmerksam arbeiten und ihre Arbeitsstellen entsprechend absichern.

Auch abseits der Arbeiten in luftiger Höhe verlangt der Beruf einiges ab. Schäden an Fahrbahnen müssen beseitigt, Straßen kontrolliert und schwere Maschinen bedient werden. Im Winter beginnt der Dienst oft lange vor dem Berufsverkehr. Während viele Vogtländer noch schlafen, sind die Straßenwärter bereits mit ihren Räum- und Streufahrzeugen unterwegs.

Die Mitarbeiter müssen sich dabei immer wieder auf wechselnde Wetter- und Verkehrsbedingungen einstellen. Regelmäßige Schulungen gehören deshalb ebenso zum Beruf wie handwerkliches Können und Erfahrung. Bei der aktuellen Unterweisung konnten die Straßenwärter die Handgriffe für eine mögliche Selbstrettung unter praktischen Bedingungen üben.