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Winterdienst im Vogtlandkreis: Straßenmeistereien sind einsatzbereit

Datum: 04.11.2026

Gefüllte Salzlager und neue Technik für die Wintersaison 2026/2027

Der Winter kann kommen. Die vier Straßenmeistereien des Vogtlandkreises sind für die bevorstehende Wintersaison gut gerüstet. Die Salzlager sind vollständig gefüllt, Personal und Fahrzeuge stehen bereit und mit neuer Technik wurde die Ausstattung des Winterdienstes weiter verstärkt. Bei einem Pressegespräch in der Straßenmeisterei Adorf informierte Landrat Thomas Hennig über die Einsatzbereitschaft, die Herausforderungen und die gestiegenen Kosten für den Winterdienst.

Insgesamt betreuen die vier Straßenmeistereien in Adorf, Plauen, Reichenbach und Falkenstein rund 1.110 Kilometer Bundes-, Staats- und Kreisstraßen. Für die bevorstehende Wintersaison sind die Salzlager mit einer Gesamtkapazität von rund 8.300 Tonnen Auftausalz vollständig gefüllt. Je nach Witterung stehen rund 56 Beschäftigte für den Winterdienst zur Verfügung. Ihre Einsätze beginnen in der Regel bereits um 3 Uhr morgens und reichen bis 21:45 Uhr. Unterstützt werden sie von zwölf vertraglich gebundenen Unternehmen, die mit eigenen Fahrzeugen zum Einsatz kommen.

„Ein funktionierender Winterdienst ist gerade in einer Region wie dem Vogtland mit seinen zahlreichen Höhenlagen unverzichtbar. Unsere Straßenmeistereien leisten dafür jedes Jahr eine enorme Arbeit. Mit gut gefüllten Salzlagern, moderner Technik und erfahrenen Mitarbeitern sind wir für die kommenden Wintermonate gut aufgestellt“, betonte Landrat Thomas Hennig.

Neue Technik stärkt den Winterdienst

Um auch künftig einen leistungsfähigen Winterdienst sicherzustellen, hat der Vogtlandkreis in diesem Jahr rund 632.000 Euro in neue Fahrzeuge investiert. Angeschafft wurden ein Unimog im Wert von rund 300.000 Euro sowie zwei Multicars für jeweils rund 166.000 Euro.

Bei einem Rundgang über das Gelände der Straßenmeisterei Adorf wurde unter anderem der neue Unimog vorgestellt. Auch die Montage einer Schneefräse, die insbesondere bei größeren Schneemengen und Verwehungen benötigt wird, stand auf dem Programm.

Eisregen und Schneeverwehungen bleiben Herausforderungen

Trotz guter Vorbereitung und moderner Technik stellt der Winterdienst die Beschäftigten immer wieder vor besondere Herausforderungen. Neben starken Schneeverwehungen sind es zunehmend Eisregen und extreme Glätte, die kurzfristige Einsätze erforderlich machen und den Salzverbrauch erhöhen.

Besonders anspruchsvoll sind unter anderem die B92 in Richtung Grenzübergang sowie exponierte Streckenabschnitte wie die S 302. Dort können Schneeverwehungen die Straßen trotz aufgestellter Schneezäune beeinträchtigen. Liegen gebliebene Lastwagen oder parkende Fahrzeuge erschweren zusätzlich die Arbeit der Räum- und Streufahrzeuge.

Wie aufwendig der Winterdienst ist, zeigt auch ein Blick auf die vergangene Saison. Die Gesamtkosten beliefen sich 2025/2026 auf rund 4,2 Millionen Euro und lagen damit knapp 45 Prozent über denen der Vorsaison (2,9 Millionen Euro). Gründe dafür waren insbesondere ein höherer Materialeinsatz und gestiegene Dieselpreise

Damit der Winterdienst seine Arbeit möglichst reibungslos erledigen kann, ist auch die Mithilfe der Verkehrsteilnehmer gefragt. Der Vogtlandkreis appelliert deshalb, Fahrzeuge rechtzeitig auf winterliche Straßenverhältnisse vorzubereiten und Rücksicht auf die Räum- und Streufahrzeuge zu nehmen.