Auf dem Weg zur Bio-Region Modellregion Vogtland
Die Vision lautet: „Auf dem Weg zur Bioregion-Vogtland – Das Vogtland zu einer Region der regionalen Wertschöpfung entwickeln, bei dem ökologisch-nachhaltige landwirtschaftliche Produkte im Einklang mit der Natur sind“.
Das sächsische Ministerium für Umwelt und Ladwirtschaft fördert in Sachsen BioRegio-Modellregionen. Ziel ist es, den ökologischen Landbau zu stärken, regionale Wertschöpfungsketten aufzubauen und Verbraucherinnen und Verbraucher für ökologisch erzeugte Produkte („Vom Hof auf den Tisch“) zu begeistern. Das Projekt hat einen finanziellen Gesamtumfang von ca. 700.000 Euro und läuft von Juni 2025 bis Ende Dezember 2028.
Landrat Thomas Hennig begrüßte in seiner Rede die Initiative als zukunftsweisend: „Das Vogtland hat das Potential, zur Modellregion für nachhaltige Landwirtschaft zu werden. Mit der BioRegio-Modellregion Vogtland schaffen wir eine Plattform und Netzwerke für alle, die Landwirtschaft, Verarbeitung, Vermarktung und Konsum neu denken und gemeinsam gestalten wollen.“
Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurde das Konzept der Bio-Modellregion vorgestellt und erste, geplante Maßnahmen präsentiert. Projektleiterin Marion Päßler, Leiterin des Amtes für Wirtschaft und Bildung im Vogtlandkreis, betonte: „Wir wollen Brücken bauen, zwischen den Landwirten und Verbrauchern, zwischen der regionalen Produktion und fairen Preisen. Die Auftaktveranstaltung hat gezeigt, wie groß das Interesse und das Engagement in unserer Region bereits sind. Als Leadpartner übernehmen wir als Landkreis die Koordination und geben den Rahmen vor, in dem starke und engagierte Partner sich einbringen können.“
Andreas Hubmann, Geschäftsführer des Verarbeiters „Lebensgarten“ ergänzte: Die Kette der Ökolandwirtschaft fängt beim Landwirtschaftsbetrieb an.Wir aber wollen alle – vom Landwirt bis zum Verarbeiter - aktiv sichtbarer machen. Sein „Geschäftsführer-Kollege“ Christoph Rubin von der Rubinmühle Plauen verwies zudem auf die hervorragenden Beziehungen zwischen Beteiligten wie dem Hofgut Eichigt, der Rubinmühle und dem Lebensgarten. „Solche wundervollen Beziehungen könnten Schule machen!“
Mit der Auftaktveranstaltung wurde der Grundstein gelegt, nun beginnt die konkrete Arbeit vor Ort. Ziel ist es, in den kommenden Jahren eine starke Bio-Identität im Vogtland zu entwickeln, von welcher Landwirtschaft, Umwelt und Bevölkerung gleichermaßen profitieren. Landrat Thomas Hennig zufolge habe man 20 Betriebe auf der Liste, die für ein solches Netzwerk die besten Bedingungen mitbrächten.
Hintergrund:
Zur Auftaktveranstaltung in der Rubinmühle Vogtland waren Vertreter des Unternehmens, des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, des Hofgut Eichigt, des Lebensgartens, des Landschaftspflegeverbandes „Oberes Vogtland“ und der Dualen Hochschule BA Plauen anwesend.
Diese Partner bringen schon jetzt ihre jeweiligen Stärken in das Vorhaben ein:
- Die Rubinmühle Vogtland GmbH bringt ihre Kompetenz in der regionalen Verarbeitung und Veredelung landwirtschaftlicher Produkte.
- Das Hofgut Eichigt steht für zukunftsweisende, ökologische Landwirtschaft und Tierhaltung.
- Die Lebensgarten GmbH setzt Impulse für nachhaltige Vermarktung und regionale Genusskultur.
- Der Landschaftspflegeverband „Oberes Vogtland“ sorgt für die Verbindung zwischen Landwirtschaft und aktiver Landwirtschaftspflege, damit Artenvielfalt und Kulturlandschaft erhalten bleiben.
- Die wissenschaftliche Begleitung durch die Duale Hochschule Plauen stellt sicher, dass der Weg messbar wirksam ist, Erkenntnisse geteilt werden und andere Regionen von den Erfahrungen profitieren können.