Drehscheibe Neumark: So kommt das Paket ins Vogtland
Rund 200,1 Millionen Briefe und 66,2 Millionen Pakete werden im DHL-Netzwerk in Westsachsen bewegt. Was das im Alltag bedeutet, wird im Paketzentrum Neumark schnell greifbar. Seit 1994 läuft hier die Sortierung für die Leitregionen (Postleitzahlenbereich) 08, 09, 07 und 95. Tag für Tag gehen Sendungen mit zusammen etwa 2.000 Tonnen durch die Anlage, vom kleinen Standardpaket bis zum XXL-Geschenk mit bis zu 31,5 Kilogramm.
Über zwei Förderbänder mit zusammen knapp zwei Kilometern Länge laufen in 24 Stunden mehr als 400.000 Pakete. Damit das Tempo stimmt, arbeitet die Technik im Dauerbetrieb: 1.800 Antriebsmotoren treiben die Anlage an, rund 10.000 Lichtschranken und Sensoren überwachen jeden Schritt. Und weil die Wege in der Halle weit sind, sind Beschäftigte auf dem Gelände nicht selten mit Fahrrad oder Roller unterwegs. Mehr als 400 feste Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft.
Einen Einblick bekam Landrat Thomas Hennig bei seinem Rundgang. Er ließ sich die Abläufe erklären und fragte nach: Was läuft besonders gut? Wo gibt es Schwierigkeiten? Und wie stellt sich DHL am Standort Neumark für die Zukunft auf? Sein Eindruck nach dem Besuch: „Hier sieht man, wie viel Teamarbeit und Präzision nötig sind, damit am Ende jedes Paket ankommt.“
Auch wenn in der Halle vieles automatisiert ist, bleibt die Arbeit anspruchsvoll: Schichtbetrieb, Zeitdruck und die saisonalen Spitzen wie zu Weihnachten verlangen der Mannschaft viel ab. Denn jedes Paket, das über die Bänder läuft, ist am Ende mehr als nur eine Nummer: Es ist ein Geburtstagsgeschenk, ein Ersatzteil, ein dringend erwartetes Dokument – oft verbunden mit Terminen und Erwartungen.