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Anpassung der Unterbringungsstruktur im Jahr 2027

Was verändert sich aktuell bei der Unterbringung im Vogtlandkreis?

Der Vogtlandkreis passt seine Unterbringungsstruktur schrittweise an. Ziel ist es, große Sammelunterkünfte zu reduzieren und stattdessen stärker auf kleinere, dezentrale Lösungen zu setzen.
Die zentrale Unterkunft in Plauen soll daher perspektivisch geschlossen und durch eine kleinere Einrichtung ersetzt werden. Das neue Objekt in Reichenbach wird als Transferzentrum dienen. 

  Aktuelles Wohnheim
(Plauen - Kasernenstraße)
Transferzentrum 
(Reichenbach - aktuelles Standby-Objekt)
Kapazität max. 340 Plätze  max. 54 Plätze
Anzahl Häuser 4 1
Form der Unterbringung heimtypisch
(großes Gebäude mit hoher Belegung)
heimtypisch
(kleingliedriger)
Soziale Betreuung nur heimbezogen
(zentral)
unterbringungsoffen
(dezentral und zentral)

Welche Strategie verfolgt der Vogtlandkreis bei der Unterbringung von Asylsuchenden?

Ziel ist eine ausgewogene und langfristig tragfähige Struktur. Große Unterkünfte sollen schrittweise zurückgeführt werden, während kleinere Einheiten und dezentrale Unterbringung gestärkt werden.

Zentrale Einrichtungen bleiben als Übergangslösung notwendig, um neue Zugänge geordnet aufzunehmen, Verfahren zu organisieren und eine strukturierte Weiterverteilung zu ermöglichen.

Warum wird die zentrale Unterkunft in Plauen geschlossen?

Die Schließung ist Teil dieser strategischen Neuausrichtung. Große Sammelunterkünfte bringen organisatorische und soziale Herausforderungen mit sich.

Durch rückläufige Zugangszahlen besteht aktuell die Möglichkeit, die Struktur anzupassen und stärker auf kleinere, besser integrierbare Lösungen zu setzen.

Was ist stattdessen geplant?

Künftig soll eine deutlich kleinere zentrale Einrichtung genutzt werden. Diese dient vor allem der Erstaufnahme und kurzfristigen Unterbringung, bevor eine Verteilung auf andere Unterkünfte erfolgt.

Das Ziel bleibt, möglichst viele Menschen dezentral oder in kleineren Einheiten unterzubringen.

Wie groß wird die neue Einrichtung in Reichenbach sein?

Die neue Einrichtung wird deutlich kleiner sein als die bisherige Unterkunft in Plauen. Sie ist als Übergangseinrichtung konzipiert und nicht für eine dauerhafte Unterbringung ausgelegt.

Genauere Angaben werden im weiteren Planungsverlauf bekanntgegeben.

Warum wurde Reichenbach als Standort ausgewählt?

Die Auswahl erfolgte anhand sachlicher Kriterien wie Infrastruktur, Erreichbarkeit und organisatorischer Eignung.

Der Standort wurde bereits in der Vergangenheit für Unterbringungszwecke genutzt und verfügt über entsprechende Erfahrungen.

Wie viele Menschen sind aktuell in zentralen Unterkünften untergebracht?

Aktuell (Stand 31.12.2025) beziehen rund 1.648 Personen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Davon befinden sich etwa 801 Personen im laufenden Verfahren, während rund 847 Personen zur Ausreise verpflichtet sind.

Zentrale Unterkünfte dienen dabei in erster Linie der kurzfristigen Aufnahme und Organisation.

Wie viele werden künftig zentral untergebracht?

Die Zahl der zentral untergebrachten Personen soll insgesamt reduziert werden. Durch die kleinere Einrichtung wird die Kapazität deutlich unter dem bisherigen Niveau liegen.

Konkrete Zahlen hängen von der weiteren Entwicklung der Zugangszahlen ab.

Was bedeutet die Veränderung für die Städte und Gemeinden im Vogtlandkreis?

Ziel ist eine ausgewogene Verteilung im gesamten Landkreis. Durch kleinere Einheiten soll die Integration vor Ort erleichtert und eine Überlastung einzelner Standorte vermieden werden.

Die Anpassung erfolgt in enger Abstimmung mit den Kommunen.

Die Verteilung erfolgt nach festgelegten Kriterien und unter Berücksichtigung der jeweiligen Kapazitäten vor Ort.

Verändert sich durch die neue Struktur die Sicherheitslage?

Nach aktueller Einschätzung gibt es keine Hinweise auf eine veränderte Sicherheitslage.

Unabhängig davon stehen die zuständigen Behörden in engem Austausch, um auf Entwicklungen jederzeit reagieren zu können.

Was passiert mit den derzeit in Plauen untergebrachten Personen?

Der Übergang erfolgt geordnet und in mehreren Schritten. Die Unterbringung wird frühzeitig angepasst, sodass keine kurzfristigen oder ungeplanten Veränderungen entstehen.