Masterplan: Die Region Chemnitz/Südwestsachsen entwickelt ihre Zukunftsprojekte
Datum: 16.06.2026
Staatsministerin Regina Kraushaar begleitet Sitzung des erweiterten Regionalkonvents im Vogtland – Fachdialoge und Beteiligungsprozess liefern wichtige Impulse für die industrielle Transformation
Der erweiterte Regionalkonvent des Masterplans Region Chemnitz/Südwestsachsen hat sich bei seiner Sitzung im Vogtlandkreis mit dem aktuellen Stand des Strategieprozesses befasst. Im Mittelpunkt standen die Entwicklung konkreter Projekte für die industrielle Transformation der Region, erste Ansätze für ein gemeinsames Regionalnarrativ sowie die Ergebnisse der bislang durchgeführten Fachdialoge.
Seit Beginn des Jahres wurden im Rahmen des Masterplans zahlreiche Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und Verbänden in die Entwicklung des Masterplans eingebunden. Neben den beiden Zukunftswerkstätten in Stollberg und Mittweida fanden thematische Fachdialoge zu zentralen Zukunftsfragen der Region statt – unter anderem zu Energie, Fachkräften und Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft, Mobilität und Logistik, Tourismus, Gesundheitswirtschaft, Digitalisierung und KI, Verwaltungsmodernisierung sowie Gewerbe- und Industrieflächen.
Die Fachdialoge verdeutlichen die große Innovationskraft der Region. Gleichzeitig wurde sichtbar, dass viele vielversprechende Initiativen bislang nebeneinander stattfinden. Ziel des Masterplans ist es deshalb, bestehende Kompetenzen stärker zu vernetzen, gemeinsame Vorhaben zu entwickeln und Projekte mit regionaler Strahlkraft auf den Weg zu bringen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Vorstellung erster Ergebnisse einer bundesweiten Bevölkerungsbefragung zur Außenwahrnehmung der Region. Die Analyse zeigt, dass die Region Chemnitz/Südwestsachsen bundesweit vor allem als Region im Wandel wahrgenommen wird. Gleichzeitig bestehen Potenziale, die industrielle Kompetenz, die Innovationskraft und die Erfahrungen der Region im Strukturwandel stärker sichtbar zu machen und in ein gemeinsames Zukunftsbild zu übersetzen.
Sachsens Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung, Regina Kraushaar, würdigte die Fortschritte des Prozesses:
„Der Masterplan entwickelt sich zunehmend von einem Strategieprozess zu einer gemeinsamen Zukunftsagenda der Region. Besonders wichtig ist, dass die Projektideen aus der Region selbst kommen und von den Menschen getragen werden, die den Wandel gestalten. Genau darin liegt die Stärke dieses Ansatzes. Die Region Chemnitz/Südwestsachsen zeigt, dass Strukturwandel dann erfolgreich sein kann, wenn Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen.“
Thomas Hennig, Landrat des Vogtlandkreises und Gastgeber der Sitzung, betonte die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit:
„Die Herausforderungen der Transformation machen nicht an Landkreisgrenzen halt. Deshalb ist es ein starkes Signal, dass die Region Chemnitz/Südwestsachsen diesen Weg gemeinsam geht. Der erweiterte Regionalkonvent bringt die entscheidenden Perspektiven aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung an einen Tisch. Genau dieser Schulterschluss wird darüber entscheiden, wie erfolgreich wir die Zukunft unserer Region gestalten.“
Aktuell werden die Projektideen weiterentwickelt und für die finale Einreichung vorbereitet. Bis Ende des Jahres soll ein Masterplan vorliegen, der strategische Ziele mit konkreten Projekten verbindet und damit eine belastbare Grundlage für die weitere Entwicklung der Region schafft.
Hintergrund
Der erweiterte Regionalkonvent begleitet den Masterplan Region Chemnitz/Südwestsachsen als strategisches Beratungsgremium. Ihm gehören Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft an. Die Mitglieder wurden im Dezember 2025 berufen und treffen sich seit Januar 2026 regelmäßig, um den Masterplanprozess fachlich zu begleiten, Impulse einzubringen und die Entwicklung regional bedeutsamer Projekte zu unterstützen.
Der Masterplan Region Chemnitz/Südwestsachsen wird gemeinsam von den Landkreisen Zwickau, Erzgebirgskreis, Mittelsachsen und Vogtlandkreis sowie der Stadt Chemnitz getragen. Ziel ist es, die Region als wettbewerbsfähige Industrie- und Zukunftsregion weiterzuentwickeln, neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen und konkrete Projekte für die Gestaltung des Strukturwandels auf den Weg zu bringen. Das Vorhaben wird durch den Freistaat Sachsen gefördert.
© Sebastian Brückner, Landkreis Zwickau