25 Jahre Hospizverein: Beistand bis zur letzten Stunde
Datum: 01.07.2026
Wer begleitet einen Menschen, wenn nichts mehr zu heilen ist? Seit einem Vierteljahrhundert begleitet der Verein Menschen im Vogtland, die schwer krank sind, Abschied nehmen müssen oder mit ihrer Trauer zurückbleiben. Das Jubiläum gab Anlass, auf eine Arbeit zu schauen, die meist im Stillen geschieht. Für die Betroffenen und ihre Familien aber wiegt sie schwer.
Es sind einfache Dinge, die diese Arbeit ausmachen. Hospizhelferinnen und Hospizhelfer schenken Zeit, sie hören zu, sie führen Gespräche und begleiten Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Sie nehmen den Angehörigen etwas von der Last, geben Halt in schweren Momenten und sind da, wenn Unterstützung besonders gebraucht wird. Dazu kommen Trauerbegleitung, Beratung und Räume für Begegnung – für all jene, die einen Verlust verarbeiten müssen. Getragen wird das von 145 Mitgliedern, 90 von ihnen engagieren sich ehrenamtlich. Sie sorgen dafür, dass schwerkranke und sterbende Menschen sowie deren Angehörige im Vogtland nicht allein bleiben.
Zu den Gästen der Jubiläumsveranstaltung gehörte auch Landrat Thomas Hennig, der dem Verein gratulierte und den haupt- und ehrenamtlichen Helfern für ihren Einsatz dankte. „Menschen in ihren letzten Stunden, Tagen, Wochen oder Monaten zu begleiten, ob am Tag oder in der Nacht, das kann man nicht hoch genug bewerten“, sagte Hennig.
Gegründet wurde der Hospizverein Vogtland 2001. Aus den Anfängen ist längst ein fester Ansprechpartner geworden, wenn es in der Region um Hospizarbeit, Sterbebegleitung, Trauerbegleitung und schlicht um Beistand geht.