Inhalt

175 Jahre Elstertalbrücke: Ein Wahrzeichen feiert Jubiläum

Datum: 15.07.2026

68 Meter hoch, geschmückt mit 18 Bögen, getragen von neun Pfeilern und aus rund 12,3 Millionen Ziegeln erbaut: Als „kleine Schwester der Göltzschtalbrücke“ versetzt die Elstertalbrücke Besucherinnen und Besucher bis heute ins Staunen.

Am 15. Juli 1851, vor genau 175 Jahren, fuhr der erste Zug über die Elstertalbrücke. Der Bau galt seinerzeit als eine ingenieurstechnische Meisterleistung. Immerhin musste mit dem Ausbau der Bahnstrecke Leipzig-Hof das tief eingeschnittene Tal der Weißen Elster überwunden werden. Der Entwurf stammte vom berühmten Vogtländer Johann Andreas Schubert, der auch die Göltzschtalbrücke plante.

Zuletzt machte die Brücke als größtes eingerüstetes Bauwerk Europas von sich reden. Grund dafür war eine aufwendige Generalinstandsetzung durch die Deutsche Bahn von 2021 bis 2025. Die dafür benötigten Ziegel wurden eigens gebrannt und sind allesamt Einzelstücke.

Die Projektleitung lag damals bei der Brückenbauingenieurin Elke Hering. Bei den jüngsten Feierlichkeiten am Fuße der Brücke würdigten Glass-Bau-Geschäftsführer Götz Gutte und Falk Hebenstreit von der Deutschen Bahn ihren besonderen Einsatz für das Bauvorhaben.

Landrat Thomas Hennig: "Die Elstertalbrücke ist Symbol für beeindruckende Brückeningenieurskunst. Dieses zweite Meisterwerk von Andreas Schubert aus Wernesgrün prägt das Bild des Vogtlandes und verbindet Menschen, Regionen sowie Wirtschaftsräume.“

Wer noch tiefer in die Geschichte der Elstertalbrücke eintauchen möchte, kann ab sofort die neue Ausstellung auf der Mittelebene der Brücke besuchen. Sie informiert über die Entstehung des Bauwerks ebenso wie über dessen Generalinstandsetzung. Dank der zahlreichen Wanderwege rund um das Viadukt ist die Elstertalbrücke zudem ein beliebtes Ausflugsziel für Einheimische und Gäste.