Auszubildende zum Vermessungstechniker (m/w/d)
Du möchtest nicht nur Daten erfassen, sondern die Grundlage für bedeutende Bau- und Planungsprojekte in unserer Heimat legen? Wir bieten dir im Landratsamt eine Ausbildung, die technisches Know-how mit echter Verantwortung für die Bürger verbindet. Im Rahmen deiner Ausbildung lernst du, präzise Messungen im Gelände durchzuführen, digitale Geodaten aufzubereiten und diese für Verwaltungsverfahren, Planungsprozesse und bautechnische Entscheidungen nutzbar zu machen.
In verschiedensten Bereichen werden heute Geodaten benötigt, um exakte Aussagen zu Lage, Höhe und Schwere von Objekten der Erdoberfläche treffen zu können. Diese Daten bilden die Basis für die Grundlagenvermessung, welche u. a. maßgeblich sind für die Sicherung der Eigentümerrechte an Grundstücken und die Planung und Durchführung von Infrastrukturmaßnahmen. Als Vermessungstechniker m/w/d erfasst du diese Daten mit Hilfe modernster Messinstrumente.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Duale Ausbildung
- Ausbildungsdauer: 3 Jahre
- Ausbildungsbeginn: September (genaues Datum im Schuljahresablaufplan)
Einstellungsbehörde/Praxispartner: Landratsamt Vogtlandkreis
Ausbildungsorte:
| Theorie: |
Berufliches Schulzentrum für Bau und Technik Dresden |
| Praxis: | Landratsamt Vogtlandkreis, Postplatz 5, 08523 Plauen (oder ggf. Außenstelle) |
- Vergütung: tarifgerechte Ausbildungsvergütung gemäß TVAöD-BBiG
Das erwartet dich in der Ausbildung:
- Unterscheidung von Grundlagen des Raumbezugs, der Fotogrammetrie und Fernerkundungsmethoden,
- Unterscheidung und Anwendung vermessungstechnischer Methoden und Geräte,
- Überprüfung von Geodaten auf Aktualität, Genauigkeit, Korrektheit, Vollständigkeit und Plausibilität,
- Darstellung von Geodaten in Plänen, Karten und Datenmodellen und daraus Ableiten, Darstellen und Auswerten von mehrdimensionalen Objekten und Modellen,
- Nutzung von Metadateninformationssystemen,
- Modellierung, Harmonisierung, Integration und Interpretation von Geodaten sowie die Transformation, Klassifizierung, Generalisierung und Aktualisierung dieser in andere Bezugssysteme,
- Visualisierung von Geodaten und Bearbeitung, Verwaltung, Auswertung sowie Visualisierung dieser,
- Unterscheidung der Grundlagen der Bodenschätzung und Qualifizierung der Erhebungsdaten für die Übernahme in das Liegenschaftskataster,
- Beurteilung von Planungsgeometrien und deren vermessungstechnische Umsetzung,
- Anwendung von bauordnungs- und planungsrechtlichen Gesetzen und Vorschriften und Vorbereitung von bauordnungsrechtlichen Unterlagen,
- Durchführung von Vermessungen mit hoher Genauigkeit und Visualisierung der Ergebnisse unter Berücksichtigung interdisziplinärer Anforderungen.
Das solltest du mitbringen:
- Sorgfalt und Verantwortungsbewusstsein (z. B. beim Durchführen von Vermessungen, beim fehlerfreien Ablesen und Dokumentieren von Messergebnissen),
- Räumliches Vorstellungsvermögen (z. B. beim Übertragen von Daten in grafische Darstellungen),
- Geschicklichkeit und Auge-Hand-Koordination (z. B. beim Arbeiten mit vermessungstechnischen Messgeräten, beim exakten Positionieren und Bedienen von Vermessungsgeräten an wechselnden Messpunkten),
- Trittsicherheit und gute körperliche Konstitution (z. B. bei Arbeiten in schwierigem Gelände).
Für Interessierte:
Dein Arbeitsumfeld:
Du arbeitest viel am Computer, wo du z. B. Messdaten eingibst und dreidimensionale Geländeprofile erstellst. Wenn du Vermessungen durchführst, bedienst du teils hochkomplexe Messinstrumente. Bei großflächigen Vermessungen setzt du auch Drohnen ein. Du arbeitest in Büroräumen und im Freien, teilweise in unwegsamem Gelände.
Sorgfältig und genau führst du Vermessungen durch, da Fehler zu falschen Einschätzungen geologischer Verhältnisse führen können. Für das Auswerten von Luftbild- oder Satellitenaufnahmen ist räumliches Vorstellungsvermögen nötig. Die Bedienung und Positionierung von Messgeräten erfordert Geschick und ein gutes Auge. In schwierigem Gelände kann die Arbeit körperlich anstrengend sein.
Informationen zur Berufsschule:
Ausbildungsaufbau (gemäß Ausbildungsrahmenplan und Rahmenlehrplan):
1. Ausbildungsjahr:
Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:
- berufsbezogene Rechts- und Verwaltungsvorschriften; Normen und Standards
- Grundlagen der Geoinformationstechnologie
- Einzelprozesse des Geodatenmanagements
Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:
- Betriebe der Geoinformationstechnologie vorstellen
- Geodaten unterscheiden und bewerten
- Geodaten erfassen und bearbeiten
- Geodaten in Geoinformationssystemen verwenden und präsentieren
➜ Zwischenprüfung zu Beginn des 2. Ausbildungsjahres
2. Ausbildungsjahr:
Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:
- Ganzheitliche Prozesse des Vermessungswesens und des Geodatenmanagements
Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:
- Referenzpunkte bestimmen
- Objekte geometrisch erfassen und visualisieren
- Geoinformationssysteme einrichten und nutzen
- Bauabsteckungen durchführen
3. Ausbildungsjahr:
Ausbildung im Betrieb und nach Bedarf in überbetrieblichen Lehrgängen:
- Liegenschaftskataster und Grundbuch
- Bauordnung, Bodenordnung und Grundstückswertermittlung
- Durchführen von technischen Vermessungen
Ausbildung in der Berufsschule in den Lernfeldern:
- Liegenschaftskataster und Grundbuch verwenden
- Liegenschaftsvermessungen durchführen
- Planungsunterlagen erstellen
- Bodenordnungen bearbeiten und Wertermittlungen begleiten
- Bau-, Bauwerks- und Industrievermessung durchführen
➜ Abschlussprüfung nach dem 3. Ausbildungsjahr